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Aktienkurs EUR 112,20 17:34 GMT 19.10.2018

Nachhaltigkeit

Kreislaufwirtschaft – Teil unserer Geschäftstätigkeit: Unsere Kartonprodukte erzeugen wir effizient und ressourcenschonend unter Einsatz modernster Technologien überwiegend aus nachwachsenden und wiederverwertbaren Rohstoffen. Karton verarbeiten wir in hocheffizienten Prozessen zu Verpackungen für Konsumgüter, welche nach Gebrauch nahezu vollständig wiederverwertet werden können. Kartonverpackungen sind dadurch eine besonders nachhaltige Verpackungslösung, die neben produkttechnischen und ökonomischen Vorteilen auch in ökologischer Hinsicht überzeugen kann.

Konzernweite „Best Practice“ – unser Anspruch

Entsprechend unserem industriellen Führungsanspruch ist es Zielsetzung, bestmögliche Standards in allen Unternehmensbereichen nachhaltig zu etablieren. Dazu fördern wir den Austausch zwischen den einzelnen Standorten und setzen auf einen herausfordernden Leistungsabgleich zur laufende Optimierung und Erneuerung im Konzern mit Fokus auf unsere Kernkompetenz. Infolge der langjährigen Umsetzung dieses Ansatzes verzeichnen wir bei vielen umweltrelevanten Werten, wie spezifischen Verbräuchen oder Emissionen, industrielle Spitzenwerte mit der Ambition, diese durch kontinuierlichen technischen Fortschritt weiter zu verbessern. 

Regelmäßig überprüfen und beurteilen wir diese Indikatoren, um allen Anforderungen zu entsprechen. Darüber hinaus setzen wir kontinuierlich Maßnahmen, um weiteres Verbesserungspotential für unsere Produkte und Prozesse zu nutzen. Unser Ansatz ist dabei ganzheitlich und umfasst auch der Produktion vor- und nachgelagerten Bereiche wie Produktgestaltung, Einkauf, Logistik sowie die Wiederverwertbarkeit nach dem Verbrauch beim Konsumenten.

Systematischer Optimierungsprozess

Mit zertifizierten Managementsystemen begleiten wir systematisch den Optimierungsprozess im Konzern. Die Schwerpunkte liegen dabei auf dem  Qualitäts-, Umwelt-, Energie- und Hygienemanagement gemäß ISO 9001, ISO 14001, EMAS, ISO 50001 und HACCP, EN 15593, BRC/IoP und ISO 22000. Die Zertifizierung nach FSC® bzw. PEFC™ für alle Kartonwerke, das Faserwerk FollaCell sowie einen Großteil der Faltschachtelstandorte dokumentiert darüber hinaus den Faserbezug aus verantwortungsvoller Forstwirtschaft.

In 2017 wurden sämtliche Kartonwerke erfolgreich vom INREKA-Standard auf die EN 15593 (Hygienenorm für Lebensmittelverpackungen) umgestellt. 

Derzeit befinden sich fünf Kartonwerke in der umfangreichen Umstellung auf die Neuversion der ISO 9001/14001-Vorgaben für das Qualitäts- und Umweltmanagement, zwei Kartonfabriken und das Faserwerk FollaCell konnten diese bereits erfolgreich implementieren.

Reduzierter Carbon Footprint

Die MM Gruppe beteiligt sich mit beiden Divisionen seit 2005 an der Erstellung des europäischen Durchschnitts des Carbon Footprints für verarbeitete Faltschachteln, welche von Pro Carton durchgeführt wird. Der derzeitige Carbon Footprint beträgt 885 kg CO2-Äquivalent pro verarbeiteter Tonne Faltschachtelkarton und zeigt eine neuerliche Reduktion nach 915 kg bei der letzten Erhebung in 2012. Aktuell findet eine Überarbeitung mit der Datenbasis 2017 statt, welche voraussichtlich im Laufe des Jahres 2018 fertiggestellt wird. Pro Carton folgt bei der Messung den Anforderungen des Rahmenwerkes von CEPI (Confederation of European Paper Industry). Dieses geht von einem umfassenden Ansatz zur Berechnung des Carbon Footprints aus, welcher bei den Rohstoffen beginnt und beim Ausfahrtstor des Faltschachtelproduzenten endet.

„Carbon Leakage“-Einstufung für MM Karton

Aufgrund des guten Niveaus erfolgte die Mengenzuteilung von CO2-Zertifikaten an die sieben Kartonwerke innerhalb der Europäischen Union für die Geschäftsjahre 2013 bis einschließlich 2020 großteils unentgeltlich. Dementsprechend sind bis Ende 2020 ausreichend CO2-Zertifikate für diese Standorte vorhanden. Als politisches Ziel der Europäischen Union wird eine Reduktion der CO2-Emissionen im Ausmaß von rund 20 % bis 2020, im Vergleich zum Basisjahr 1990, verfolgt. In diesem Kontext sinken die freien CO2-Zuteilungen seit 2013. Sollte sich die „Carbon Leakage“-Einstufung einzelner Sektoren in Zukunft ändern, so behält sich die EU eine Revision der freien CO2-Zuteilung vor.

Faserstoffe sind der bedeutendste Rohstoff für die Kartonerzeugung. Unsere Kartonwerke arbeiten daher fortwährend an Verbesserungen im Fasereinsatz und der Fasernutzung. Optimierungen beim Faserstoffeinsatz erreichen wir insbesondere durch laufende Überprüfung bzw. Anpassung unserer Rezepturen. Fortschritte in der Recyclingfasergewinnung erzielen wir vor allem durch Weiterentwicklungen in der Stoffaufbereitung. Kontrollsysteme sichern kontinuierlich den konformen Einsatz in der Fertigung. MM Karton setzt jährlich rund 1,6 Millionen Tonnen Fasern ein. Rund drei Viertel davon sind Recyclingfasern und ein Viertel Frischfasern. 

In 2017 gelang es insbesondere durch Produktoptimierung den Zellstoffeinsatz bei Recyclingkarton zu reduzieren. 

Unsere Kartonwerke setzen zum überwiegenden Teil Erdgas als Primärenergie ein. Die von MM Karton an den einzelnen Standorten betriebenen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen erzeugen hocheffizient Dampf und Elektrizität für die Kartonproduktion. 

Projekte in 2017 konzentrierten sich insbesondere auf die Verbesserung des Wirkungsgrades in der Energieerzeugung sowohl durch technologische Optimierung bestehender Anlagen als auch Ersatzinvestitionen. Bedeutendstes Projekt war die Fertigstellung eines neuen Gas- und Dampfkraftwerks am österreichischen Standort Frohnleiten als Ersatz für die bestehende Anlage zur NOx-Reduktion und Erhöhung des Wirkungsgrades. Darüber hinaus wurden Möglichkeiten für verstärkten Strombezug aus Wasserkraft genutzt.

Im Rahmen der Initiative „e.fficiency“ werden seit rund einem Jahrzehnt alle Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz je Tonne Karton koordiniert. Aufbauend auf die bereits erreichte bedeutende Reduktion des spezifischen Energieverbrauches ist es Zielsetzung fortlaufend neue Einsparungspotentiale zu nutzen. 

Durch Kreislaufsysteme halten wir den Wasserverbrauch je Tonne Karton niedrig. Maßnahmen in der Wassernutzung betrafen 2017 insbesondere Optimierungen der Betriebskläranlagen, verbesserte Temperaturüberwachung sowie technische Erneuerungen.

Abluftemissionen resultieren in der Kartonerzeugung vor allem aus der Energieerzeugung durch die Verbrennung von Erdgas. Die direkte Abluft der Kartonmaschinen besteht demgegenüber im Wesentlichen aus Wasserdampf. Die in Form von CO2, NOx und CO auftretenden Emissionen werden den gesetzlichen Bestimmungen entsprechend kontinuierlich überwacht und eingehalten. 

MM Karton ergreift regelmäßig neue Maßnahmen, um die Abluftemissionen entsprechend dem Stand der Technik zu senken. Schwerpunkt in 2017 war auch hier das neue Kraftwerk am österreichischen Kartonstandort Frohnleiten, welches zu einer maßgeblichen Reduktion der NOx-Emissionen beitragen wird. Einen ebenfalls positiven Effekt auf deren Entwicklung zeigt auch die Installation einer neuen Gasturbine im niederländischen Kartonwerk Eerbeek. Ferner wurden, wo möglich, Verlagerungen des Transportes von der Straße auf die Bahn bzw. eine Minimierung des logistischen Aufwandes verfolgt.

Bei Abfällen setzen wir grundsätzlich auf das Prinzip „Vermeiden vor Verwerten vor Entsorgen“. Die Abfallwirtschaft unserer Standorte folgt einem Abfallwirtschaftskonzept, welches vom jeweiligen Abfallbeauftragten umgesetzt wird. Die Entsorgung selbst wird durch befugte Abfallsammler, -verwerter und -entsorger durchgeführt. Einen besonderen Stellenwert messen wir insbesondere der kontinuierlichen Ausschussreduktion bei. Mit der Beendigung des Deinking-Prozesses am niederländischen Standort Eerbeek in 2017 entfielen auch die hieraus anfallenden und zu entsorgenden Rejekte. Im Werk Hirschwang konnten durch thermische Verwertung des Klärschlammes sowohl die Abfallmenge als auch der Gaseinsatz reduziert werden. Bei Transportverpackungen konnten sowohl Verbesserungen der Packstückqualität als auch eine Reduktion bei Folien erzielt werden

In der Kartonverarbeitung liegt der Schwerpunkt im umweltrelevanten Bereich insbesondere auf der Vermeidung, Reduktion und Wiederverwertung von Reststoffen. Unsere Maßnahmen zur Erhöhung von Produktivität und Materialeffizienz sowie Optimierungen im Energie- und Abfallmanagement haben 2017 weitere Fortschritte im Umweltbereich von MM Packaging ermöglicht.

Schwerpunkte im Bereich Energie lagen auf der Fortsetzung der Umstellung auf LED-Beleuchtung, Verbesserungen im Energiemonitoring und Optimierungen der Klimasysteme. Projekte im Abfallmanagement betrafen 2017 insbesondere Maßnahmen zur weiteren Abfallreduktion sowie Verbesserungen in der Trennung und Wiederverwertung. Im Chemikalienmanagement lagen Schwerpunkte auf Optimierungen der Präventionsmaßnahmen, Lagerung und Wiederverwertung sowie der Prüfung von Ersatzstoffen. In der Wassernutzung wurden insbesondere Projekte zur Reduktion des Wasserverbrauches und Minimierung von Abwässern umgesetzt.

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