Newsdetails
Halbjahresergebnis 2006
· Bisher bestes Halbjahresergebnis
· Gute Kapazitätsauslastung
· Preiserhöhung bei Karton und Faltschachteln sukzessive umgesetzt
· Weiterer Anstieg der rohölpreisabhängigen Kosten erfordert eine neuerliche Preisanpassung
· Nachfragestabilität im 3. Quartal
Die Mayr-Melnhof Gruppe konnte wie erwartet das positive Momentum auch im zweiten Quartal beibehalten. Somit gelang es, das erste Halbjahr 2006 mit dem bisher besten Halbjahresergebnis abzuschließen.
Zunehmende konjunkturelle Dynamik in den großen westeuropäischen Volks-wirtschaften und eine erfreuliche Belebung des Privatkonsums verbesserten die Nachfrage für unsere Produkte. Vor diesem Hintergrund verzeichneten sowohl MM Karton als auch MM Packaging eine durchwegs gute Kapazitätsauslastung und eine erfreuliche Ertragsentwicklung.
MM Packaging profitierte weiterhin von verbesserter Produktivität. Im Bereich Karton wurde die infolge des dramatischen Anstiegs bei allen rohölpreisabhängigen Kosten notwendige Kartonpreiserhöhung seit Jahresbeginn sukzessive umgesetzt. Der temporäre Stillstand des bulgarischen Kartonwerks Nikopol erwies sich dafür als richtige Unterstützungsmaßnahme.
Die Umsatzerlöse des Mayr-Melnhof Konzerns stiegen um 15,7 Mio. EUR bzw. 2,2 % auf 731,1 Mio. EUR. Diese Erhöhung resultierte aus dem Kartonbereich, der sowohl hinsichtlich Menge als auch Preis erfreuliche Verbesserungen gegenüber dem Vorjahr erzielen konnte. Beim betrieblichen Ergebnis gelang ein Zuwachs um 12,6 % von 70,6 Mio. EUR auf 79,5 Mio. EUR, der überwiegend auf den Ergebnisanstieg bei MM Packaging zurückzuführen ist. Die Operating Margin des Konzerns stieg somit auf 10,9 % (1. HJ 2005: 9,9 %).
Das Ergebnis vor Steuern betrug 79,0 Mio. EUR (1. HJ 2005: 73,0 Mio. EUR). Dies entspricht einem Anstieg von 8,2 %. Die Konzernsteuerquote reduzierte sich von 32,5 % auf 31,0 %. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beliefen sich auf 24,5 Mio. EUR (1. HJ 2005: 23,7 Mio. EUR).
Der Periodenüberschuss erreichte mit einem Anstieg um 10,5 % einen neuen Höchstwert von 54,5 Mio. EUR.
Verlauf des 2. Quartals
Erwartungsgemäß war auch das zweite Quartal durch eine anhaltend positive Nachfrageentwicklung bei Karton und Faltschachteln gekennzeichnet. Mit 92 % lag die Kapazitätsauslastung von MM Karton infolge des Einbaus eines neuen Glättezylinders im Werk Eerbeek unter dem Wert des 1. Quartals (Q1 2006: 94 %, Q1 2005: 93 %, Q2 2005: 94%).
Die Beschaffungsmärkte waren erneut durch einen signifikanten Preisanstieg bei sämtlichen rohölpreisabhängigen Inputfaktoren geprägt. Parallel zur Gesamtnachfrage verzeichneten auch die Altpapierpreise einen leichten Aufwärtstrend. Demzufolge hat MM Karton eine weitere Kartonpreiserhöhung ab Jahresmitte angekündigt.
MM Packaging gelang es, die Ergiebigkeit des Geschäftes auf hohem Niveau zu halten. Programme zur Produktivitätssteigerung wurden konsequent weiter verfolgt. Der Divisionsumsatz liegt aufgrund des Wegfalls eines Handelsgeschäfts unter dem Vergleichswert des Vorjahres.
Das betriebliche Ergebnis des Konzerns belief sich auf 39,4 Mio. EUR nach 40,1 Mio. EUR im ersten Quartal 2006 (Q2 2005: 34,2 Mio. EUR). Der Periodenüberschuss betrug 27,1 Mio. EUR (Q1 2006: 27,4 Mio. EUR, Q2 2005: 24,0 Mio. EUR).
SEGMENTE:
MM KARTON
Vor dem Hintergrund der konjunkturellen Belebung in den großen westeuropäischen Volkswirtschaften verzeichnete MM Karton im ersten Halbjahr 2006 eine durchwegs erfreuliche Nachfrageentwicklung. Dies unterstützt die notwendigen Preiserhöhungen infolge des laufenden Kostenanstiegs, vor allem bei Energie und den rohölpreisabhängigen Inputfaktoren. Die Entscheidung für einen temporären Produktionsstillstand am bulgarischen Standort MM Nikopol zur Stärkung unserer Preiserhöhungsbemühungen hat sich bewährt. Plangemäß wurde im niederländischen Kartonwerk MM Eerbeek ein neuer Glättezylinder nach einem versicherten Schadensfall im Vorjahr eingebaut. Aufgrund der ausgezeichneten Produktionsleistungen der übrigen Werke gelang es dennoch, mit einer erzeugten Tonnage von 772.000 Tonnen den Wert des Vorjahres um 1,3 % zu übertreffen. Infolge der angeführten Stillstände waren die verfügbaren Kapazitäten zu rund 93 % ausgelastet (1. HJ 2005: 94 %).
Der durchschnittliche Auftragsstand belief sich auf rund 83.000 Tonnen nach rund 59.000 Tonnen in der ersten Jahreshälfte 2005. Mit 768.000 Tonnen lag der Kartonabsatz um 3,2 % über dem Vorjahreswert (744.000 Tonnen). Hiervon entfielen rund 79 % auf Europa und 21 % auf die außereuropäischen Märkte (1. HJ 2005: 78 %, 22 %).
Die Umsatzerlöse stiegen aufgrund erhöhter Durchschnittspreise und Versandmenge um 6,5 % auf 400,3 Mio. EUR. Beim betrieblichen Ergebnis gelang eine Verbesserung von 33,4 Mio. EUR auf 34,0 Mio. EUR. Die Operating Margin lag damit bei 8,5 % (1. HJ 2005: 8,9 %).
MM PACKAGING
Der europäische Faltschachtelmarkt war im ersten Halbjahr 2006 durch eine erfreuliche Nachfrageentwicklung gekennzeichnet. Die anhaltende Konzentration seitens der internationalen Konsumgüterproduzenten und bestehende Überkapazitäten in der Faltschachtelerzeugung lassen den scharfen Wettbewerb jedoch unvermindert anhalten.
Unter diesen Rahmenbedingungen gelang es MM Packaging durch kontinuierliche Produktivitätssteigerungen und erfolgreiche Zusammenarbeit mit strategischen Schlüsselkunden, den Wachstumskurs bei Ergebnis und Volumen fortzusetzen.
Das betriebliche Ergebnis wurde signifikant um 22,3 % auf 45,5 Mio. EUR erhöht. Die Umsatzerlöse lagen mit 389,4 Mio. EUR infolge des dauerhaften Wegfalls eines Handelsgeschäftes unter dem Wert des ersten Halbjahres 2005 (1. HJ 2005: 397,4 Mio. EUR). Die Operating Margin stieg jedoch von 9,4 % auf 11,7 %. Die verarbeitete Tonnage konnte um 7.000 Tonnen (+2,8 %) auf 257.000 Tonnen angehoben werden.
Positive Entwicklung der Investitionen im Bereich Tiefdruck
Der anlaufende Auftragseingang für die neu gebauten Triefdruckstandorte in Trier (Deutschland), Cherkassy (Ukraine) und Izmir (Türkei) ist viel versprechend. Bereits im kommenden Jahr ist eine gute Auslastung der neuen Aggregate abzusehen.
Errichtung einer Spezialbetriebsstätte für Waschmittelverpackungen in St. Petersburg
Im Einklang mit dem starken Wachstum internationaler Waschmittelproduzenten auf dem russischen Markt wird MM Packaging den im Jahr 2004 erworbenen Offset-Standort MM Packaging St. Petersburg zu einem hochmodernen Spezialverpackungsbetrieb für Waschmittelverpackungen aufbauen.
AUSBLICK
Angesichts der anhaltend positiven Nachfrageentwicklung ist in beiden Divisionen des Konzerns auch im 3. Quartal mit kontinuierlich hoher Auslastung zu rechnen.
Aufgrund des deutlichen Anstiegs aller rohölpreisabhängigen Kosten wird seit Jahresmitte eine neuerliche Kartonpreiserhöhung verfolgt. Dadurch würden jedoch künftige Energiekostenmehrbelastungen auf Basis jüngster Indikatoren keineswegs aufgewogen werden können. Zur Unterstützung bleibt der temporäre Produktionsstillstand im bulgarischen Kartonwerk MM Nikopol bis Ende des 3. Quartals aufrecht.
Im Bereich Packaging liegt der Fokus auf der sukzessiven Weitergabe der Kartonpreiserhöhungen. Im Zuge der Produktionsaufnahme an den drei neu errichteten Tiefdruckstandorten ist mit verstärkten Aufwendungen zu rechnen.
Programme zur Kostenoptimierung und Produktivitätssteigerung werden allerorts mit großem Einsatz fortgeführt, denn der aktuelle konjunkturelle Lichtblick könnte nur von kurzer Dauer sein.
Ziel bleibt es, durch neue Fabriken und Akquisitionen weiter zu wachsen.
Der Bericht zum 1. Halbjahr 2006 ist auf unserer Homepage unter
http://www.mayr-melnhof.com abrufbar.
Die Ergebnisse zum 3. Quartal 2006 werden am 15. November 2006 veröffentlicht.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Mag. Stephan Sweerts-Sporck, Investor Relations, Mayr-Melnhof Karton AG, Brahmsplatz 6, A-1041 Wien
Tel.: (+43/1) 50136, Fax: (+43/1) 50136 – 1195
e-mail: investor.relations@mm-karton.com, Website: http://www.mayr-melnhof.com
