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Ergebnisse zum 1. Quartal 2001
BISHER BESTES QUARTALSERGEBNIS
- Periodenüberschuss erreicht mit 23,6 Mio. EUR neuen Höchstwert
- Noch gute Auslastung in beiden Divisionen
AUSBLICK
- Lagerabbau bei Kartonverarbeitern und Abschwächung der Konjunktur in Europa erfordern deutliche Reduktion der Kartonproduktion im 2. Quartal
- Zufriedenstellende Beschäftigung im Faltschachtelbereich erwartet
In einem noch positiven wirtschaftlichen Umfeld in Europa verzeichnete die Mayr-Melnhof Gruppe im ersten Quartal 2001 eine ausgezeichnete Ergebnisentwicklung. Sowohl die Karton- als auch die Packagingdivision profitierten von einer zufriedenstellenden Nachfrage und Auslastung.
Mit einem Periodenüberschuss von 23,6 Mio. EUR konnte im Zeitraum von Jänner bis März 2001 das bisher beste Quartalsergebnis erzielt werden (Q1 2000: 16,1 Mio. EUR) Der Konzernumsatz erhöhte sich infolge des soliden Absatzvolumens und verbesserten Preisniveaus um 9,1 % auf 277,8 Mio. EUR (Q1 2000: 254,7 Mio. EUR). Das betriebliche Ergebnis erreichte 36,9 Mio. EUR. Dies entspricht einem Anstieg von 34,7 % gegenüber dem ersten Quartal 2000 ( 27,4 Mio. EUR). Die Operating Margin erreichte somit 13,3 % (Q1 2000: 10,8 %). Das Ergebnis vor Ertragsteuern und Minderheitsanteilen lag mit 37,0 Mio. EUR um 42,9 % über dem Wert des ersten Quartals 2000 (25,9 Mio. EUR). Der Konzernsteuersatz betrug rund 35 % (Q1 2000: rund 36 %). Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich auf 12,2 Mio. EUR (Q1 2000: 17,0 Mio. EUR).
Sehr gute Entwicklung in beiden Divisionen
Infolge noch günstiger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen verzeichnete die Kartondivision im 1. Quartal 2001 trotz Lagerabbaus bei Kartonverarbeitern eine positive Absatzentwicklung in Europa. Demgegenüber ist die Nachfrage in Asien, dem wichtigsten Überseemarkt für Karton, seit Mitte 2000 stark zurückgegangen. Die im Jahr 2000 deutlich gestiegenen Überseepreise sind auf ein unbefriedigendes Niveau zurückgefallen. Dennoch gelang es aufgrund der weltweiten Verkaufsorganisation, die Kartonmaschinen noch zufriedenstellend auszulasten. Der Auftragsstand der Kartondivision ist deutlich zurückgegangen und hat nach der Überhitzung im Vorjahr im ersten Quartal 2001 mit durchschnittlich 55.000 Tonnen ein Niveau erreicht, das noch eine effiziente Produktion ermöglicht. Die produzierte Menge belief sich auf 311.000 Tonnen (Q1 2000: 329.000 Tonnen). Der Kartonabsatz lag bei 309.000 Tonnen (Q1 2000: 328.000 Tonnen). Wegen des starken Anstiegs sämtlicher rohölabhängiger Kosten war es notwendig, trotz im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedrigerer Faserstoffpreise, die europäischen Verkaufspreise für Karton stabil zu halten.
Trotz leicht fallender Mengenentwicklung stiegen die Umsatzerlöse infolge des höheren Kartonpreisniveaus um 6,8 % auf 177,5 Mio. EUR (Q1 2000: 166,2 Mio. EUR). Das betriebliche Ergebnis wuchs um 41,5 % auf 29,3 Mio. EUR (Q1 2000: 20,7 Mio. EUR), wodurch eine Operating Margin von 16,5 % (Q1 2000: 12,5 %) erreicht wurde.
Infolge der guten Nachfrage aus West- und Osteuropa konnte die Packagingdivision im ersten Quartal 2001 an die positive Entwicklung in den Vorquartalen anschließen. Sämtliche Faltschachtelbetriebe verzeichneten eine zufriedenstellende Auslastung.
Die verarbeitete Tonnage der ersten drei Monate 2001 lag mit 87.000 Tonnen um 11,5 % über dem Niveau der Vergleichsperiode (Q1 2000: 78.000 Tonnen) .
Aufgrund der guten Absatzentwicklung sowohl im General Packaging als auch bei Cigarette Packaging und besserer Preise gelang eine Erhöhung der Umsatzerlöse um 15,2 % auf 127,0 Mio. EUR (Q1 2000: 110,2 Mio. EUR). Das betriebliche Ergebnis konnte im Zuge der laufenden Optimierungen und positiven Marktbedingungen um 13,4 % auf 7,6 Mio. EUR (Q1 2000: 6,7 Mio. EUR) gesteigert werden, womit eine Operating Margin von 6,0 % (Q1 2000: 6,1 %) erzielt wurde.
AUSBLICK
Aufgrund des andauernden Lagerabbaus bei Kartonverarbeitern und der merklichen Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in Europa ist der Eingang von Neuaufträgen in der Kartondivision Anfang des 2. Quartals 2001 weiter zurückgegangen. Der Auftragsstand der Kartondivision liegt mit rund 40.000 Tonnen Mitte Mai unter einem zufriedenstellenden Niveau. Mayr-Melnhof wird die Kartonproduktion der Nachfrage anzupassen und plant im 2. Quartal Produktionsstillstände von rund 10-15% der Periodenkapazität.
Auf den Rohstoffmärkten liegen die Altpapierpreise derzeit deutlich unter dem Vorjahresniveau. Demgegenüber sind die vom Rohölpreis abhängigen Material- Energie- und Transportkosten gegenüber dem 1. Halbjahr 2000 stark angestiegen. Für das 2. Quartal wird mit Preisstabilität bei Altpapier und einem anhaltend hohen Niveau bei den vom Rohölpreis abhängigen Kosten gerechnet. Daher ist es weiterhin notwendig, die Verkaufspreise für Karton in Europa stabil zu halten.
Die Packagingdivision verzeichnet weiterhin eine zufriedenstellende Auslastung. In einigen regionalen Märkten, insbesondere Großbritannien, ist jedoch bereits ein abgeschwächter Auftragseingang festzustellen.
Nach der ausgezeichneten Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2001 wird für das zweite Quartal vor allem infolge der Produktionsstillstände in der Kartondivision ein merklicher Rückgang des Periodenergebnisses erwartet. Aufgrund der günstigen Kostenposition der Mayr-Melnhof Gruppe wird für das Geschäftsjahr 2001 aus heutiger Sicht aber mit einem zufriedenstellenden Ergebnis gerechnet.
Nächster Termin:
28. August 2001 Ergebnisse zum 1. Halbjahr 2001
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Mag. Stephan Werba, Investor Relations, Mayr-Melnhof Karton AG Brahmsplatz 6, A-1041 Wien Tel.: (+43/1) 50136, Fax: (+43/1) 50136 1195 e-mail: investor.relations@mm-karton.com Website: http://www.mayr-melnhof.com
