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Halbjahresergebnis 2001
BISHER BESTES HALBJAHRESERGEBNIS
* Kartonproduktion plangemäß durch Maschinenstillstände an Nachfragerückgang angepasst
* Gute Auslastung im Faltschachtelbereich
* Nachfrage in Q3 und Q4 stark von konjunktureller Entwicklung abhängig
Trotz des im Vergleich zum Vorjahr deutlich schwächeren wirtschaftlichen Umfelds im ersten Halbjahr 2001 und einer spürbaren Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in West- europa, dem Hauptmarkt des Mayr-Melnhof Konzerns, konnte sich die Mayr-Melnhof Gruppe in den ersten sechs Monaten 2001 sehr gut behaupten. Mit einem Periodenüberschuss von 48,5 Mio. EUR - dies entspricht einer Steigerung um 47 % gegenüber dem 1. Halbjahr 2000 ( 33 Mio. EUR ) - konnte im Zeitraum von Jänner bis Juni 2001 das bisher beste Halbjahres- ergebnis erzielt werden.
1-6/2001 1-6/2000 +/- Umsatzerlöse 558,9 527,0 +6,1% Betriebliches Ergebnis 70,6 55,5 +27,2% Operating Margin 12,6% 10,5%
Ergebnis vor Steuern und
Minderheitsant. 74,7 52,7 +41,7% Jahresüberschuss 48,5 33,0 +47,0%
in % Umsatzerlöse 8,7% 6,3%
Gewinn je Aktie in EUR 4,04 2,75
Cash Earnings 86,5 71,6 +20,8%
in % Umsatzerlöse 15,5% 13,6%
Mitarbeiter 5.287 4.961
Die konsolidierten Umsatzerlöse lagen vor allem aufgrund des gegenüber dem 1. Halbjahr 2000 besseren Preisniveaus mit 558,9 Mio. EUR um 6,1 % über dem Vorjahr (527 Mio. EUR). Beim betrieblichen Ergebnis konnte ein Zuwachs um 27,2 % auf 70,6 Mio. EUR verzeichnet werden (1. HJ 2000: 55,5 Mio. EUR). Damit erreichte die Operating Margin des Konzerns 12,6 % (1. HJ 2000: 10,5 %). Der Zinsenaufwandssaldo verbesserte sich von 2,5 Mio. EUR auf 1,1 Mio. EUR. Diese Veränderung resultiert insbesondere aus höheren Zinserträgen infolge gestiegener Bank- guthaben. Sonstige Erträge (inklusive dem Ergebnis aus "at equity"-bilanzierten Beteiligungen) beliefen sich netto vor allem aufgrund von Erlösen aus der Veräußerung von Unternehmensan- teilen und höherer Beteiligungserträge auf 5,2 Mio. EUR (1. HJ 2000: -0,3 Mio. EUR ). Das Er- gebnis vor Ertragsteuern und Minderheitsanteilen stieg um 41,7 % auf 74,7 Mio. EUR (1. HJ 2000: 52,7 Mio. EUR). Der effektive Konzernsteuersatz betrug rund 34 % nach rund 36 % im 1. Halbjahr 2000. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen beliefen sich auf 24,6 Mio. EUR (1. HJ 2000: 31,3 Mio. EUR). Schwerpunkte waren Erneuerungen im Maschinenpark.
Verlauf des 2. Quartals
* Nachfragerückgang erfordert Produktionsstillstände bei Karton
* Periodenüberschuss im 2. Quartal nach Verkauf der "Wall - Beteiligungen" über den Erwartungen
Das betriebliche Ergebnis des Konzerns lag aufgrund der Produktionsstillstände in der Kartondivision im 2. Quartal 2001 erwartungsgemäß mit 33,7 Mio. EUR unter dem 1. Quartal (36,9 Mio. EUR).
Vor allem infolge von Erlösen aus der Veräußerung des 50 %-Anteils am polnischen Zigarettenverpackungs-Joint Venture Wall MM Gravure und des 4,9 %-Anteils an der Wall AG und höherer Beteiligungserträge erreichte die Mayr-Melnhof Gruppe im 2. Quartal 2001 mit 24,9 Mio. EUR ein Periodenergebnis deutlich über den Prognosen. Diese Veräußerungen verändern die Zielsetzung der Weiterentwicklung des Bereichs "Cigarette Packaging" jedoch nicht.
KARTONDIVISION
Anhaltender Lagerabbau bei Kartonverarbeitern und eine immer stärker spürbare Verlangsamung des Wirtschaftswachstums führten auf dem europäischen Markt für Recyclingkarton im 1. Halbjahr 2001 zu schwächerer Nachfrage bei jedoch weitgehend stabilen Preisen. Im Zuge dieser Entwicklung ist der durchschnittliche Auftragsstand der Kartondivision von rund 126.000 im 1. Halbjahr 2000 auf rund 50.000 Tonnen im 1. Halbjahr 2001 zurückgegangen. Der Kartonabsatz lag mit 627.000 Tonnen um 6,3 % unter dem Vorjahreswert.
Plangemäß wurde die Produktion der niedrigeren Nachfrage durch Maschinenstillstände im 2. Quartal angepasst, wodurch die Kapazitätsauslastung von 98 % im 1. Quartal auf 83 % im 2. Quartal 2001 zurück ging. Die produzierte Menge belief sich im 1. Halbjahr 2001 auf rund 619.000 Tonnen. Infolge der Akquisition der deutschen Gruber+Weber Karton sank der Output aber nur leicht (-4,5 %) unter das Vorjahresniveau (648.000 Tonnen), in welchem das bereits geschlossene Werk Colthrop noch voll enthalten war.
Aufgrund weitgehend konstanter Rohstoffpreise war es möglich, die europäischen Kartonpreise im 1. Halbjahr 2001 stabil zu halten. In Asien, dem wichtigsten Überseemarkt, sind die Verkaufspreise jedoch im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2000 im Zuge des Nachfragerückgangs auf ein unbefriedigendes Niveau zurückgefallen.
Der Anstieg der Umsatzerlöse um 3,2 % auf 359 Mio. EUR (1. HJ 2000: 347,7 Mio. EUR) ist im We- sentlichen auf das gegenüber dem Vorjahr verbesserte Kartonpreisniveau zurückzuführen. Das betriebliche Ergebnis konnte insbesondere aufgrund von Effizienzsteigerungen und sonstiger betrieblicher Erträge um 31,3 % auf 54,6 Mio. EUR erhöht werden. Die Operating Margin der Division lag damit bei 15,2 % (1. HJ 2000: 12,0 %).
PACKAGINGDIVISION
Die Packagingdivision verzeichnete im 1. Halbjahr 2001 gute Nachfrage aus West- und Osteuropa, wodurch die Anlagen weitgehend zufriedenstellend ausgelastet werden konnten. In einigen regionalen Märkten, insbesondere Großbritannien, ist jedoch seit dem 2. Quartal ein abgeschwächter Auftragseingang festzustellen. Die verarbeitete Tonnage erreichte im Zeitraum von Jänner bis Juni 2001 165.000 Tonnen und lag damit leicht über dem Vorjahresniveau (162.000 Tonnen).
Die Umsatzerlöse der Division konnten vor allem durch die gute Absatzentwicklung bei "Cigarette Packaging" und bessere Preise im "General Packaging" um 10,2 % auf 249,3 Mio. EUR gesteigert werden. Das betriebliche Ergebnis wurde um 15,1 % verbessert und erreichte 16,0 Mio. EUR (1. HJ 2000: 13,9 Mio. EUR). Damit erhöhte sich die Operating Margin auf 6,4 % (1. HJ 2000: 6,1 %).
Ausblick - 2. Halbjahr 2001
Aufgrund der aktuellen Prognosen ist im 2. Halbjahr insbesondere auf den westeuropäischen Märkten schwächere Nachfrage zu erwarten. Da der Lagerabbau bei Kartonverarbeitern weitgehend beendet ist, wird die Kartonnachfrage bis zum Jahresende im Wesentlichen von der konjunkturellen Entwicklung abhängen. Der Auftragsstand der Kartondivision lag per Mitte August mit rund 60.000 Tonnen noch immer auf tiefem Niveau. Daher wird Mayr-Melnhof die Kartonproduktion auch im 3. Quartal durch selektive Maschinenstillstände in einem ähnlichen Ausmaß wie im 2. Quartal der Auftragssituation anpassen. Kurzarbeit konnte bisher vermieden werden. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass im weiteren Jahresverlauf darauf zurückgegriffen werden muss. Auf den Beschaffungsmärkten wird aus heutiger Sicht mit weitgehend konstanten Preisen gerechnet. Daher ist es das Ziel, die Kartonpreise in West- und Osteuropa stabil zu halten. In der Packagingdivision werden im 2. Halbjahr 2001 spürbare Auswirkungen der schwächeren Konjunktur auf Nachfrage und Auslastung erwartet.
Infolge der gesunkenen Kartonnachfrage und weiterer Produktionsstillstände in der Kartondivision wird das betriebliche Ergebnis des Konzerns im 2. Halbjahr 2001 unter jenem des 1. Halbjahres liegen. Insgesamt kann jedoch aus heutiger Sicht mit einem sehr zufriedenstellenden Ergebnis für das Geschäftsjahr 2001 gerechnet werden.
Die Ergebnisse zum 3. Quartal 2001 werden am 20. November 2001 veröffentlicht.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Mag. Stephan Werba, Investor Relations, Mayr-Melnhof Karton AG, Brahmsplatz 6, A-1041 Wien Tel.: (+43/1) 50136, Fax: (+43/1) 50136 - 1195 e-mail: investor.relations@mm-karton.com
