Aktienkurs EUR 71,15 17:33 GMT 23.05.2012

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Ergebnisse zum 1. Quartal 2002


* Hohe Auslastung im Karton- und Faltschachtelbereich
* Gute Ergebnisentwicklung
* Periodenüberschuss mit 21,9 Mio. EUR wie erwartet unter Rekordwert des Vorjahres
* Anstieg der Altpapierpreise - Kartonpreiserhöhung im 2. Quartal
* Positive Aussichten für 1. Halbjahr 2002

Die Mayr-Melnhof Gruppe konnte sich im ersten Quartal 2002 in einem wirtschaftlichen Umfeld, das durch weitgehende Unsicherheit bezüglich der konjunkturellen Erholung geprägt war, sehr gut behaupten. Infolge der deutlichen Ausweitung des außereuropäischen Kartonabsatzes und der besser als erwarteten Nachfragesituation in Europa konnten die Produktionskapazitäten sowohl der Karton- als auch der Packagingdivision gut ausgelastet werden.

Der Konzernumsatz erhöhte sich trotz des gesunkenen Durchschnittspreises für Karton infolge der Akquisitionen des Vorjahres um 6,0 % auf 294,4 Mio. EUR (Q1 2001: 277,8 Mio. EUR).

Das betriebliche Ergebnis lag mit 34,5 Mio. EUR nur knapp unter dem Rekordwert des Vorjahres (36,9 Mio. EUR). Die Operating Margin des Konzerns ist jedoch vor allem aufgrund der niedrigen Ergiebigkeit des Überseegeschäftes der Kartondivision auf 11,7 % zurückgegangen (Q1 2001: 13,3 %).

Das Ergebnis vor Ertragsteuern und Minderheitsanteilen betrug 34,2 Mio. EUR (Q1 2001: 37,0 Mio. EUR ). Der effektive Konzernsteuersatz lag bei rund 36 % (Q1 2001: rund 35 %).

Insgesamt konnte somit im ersten Quartal 2002 ein Periodenüberschuss in Höhe von 21,9 Mio. EUR erzielt werden (Q1 2001: 23,6 Mio. EUR).

In der Berichtsperiode befand sich aufgrund des laufenden Aktienrückkaufprogramms ein gewichteter Durchschnitt von 11.047.866 Aktien im Umlauf, woraus ein Gewinn je Aktie von 1,98 EUR (Q1 2001: 1,97 EUR) resultiert.

DIVISIONEN

Gute Auslastung in Kartondivision

Infolge der positiven Absatzentwicklung auf den Überseemärkten und der besser als erwarteten Nachfragesituation in Europa konnten die Produktionskapazitäten der Kartondivision nach einigen Stillständen zu Jahresbeginn im 1. Quartal 2002 zu rund 97 % ausgelastet werden. Der durchschnittliche Auftragsstand befand sich in den ersten drei Monate 2002 mit rund 80.000 Tonnen auf einem zufriedenstellenden Niveau (Q1 2001: 55.000 Tonnen). Kartonproduktion und -absatz überstiegen mit 362.000 bzw. 364.000 Tonnen insbesondere aufgrund der Akquisition des Kartonwerkes Gernsbach im Mai 2001 die Vorjahreswerte von 311.000 und 309.000 Tonnen. Rund 79 % der verkauften Menge entfiel auf Europa und 21 % auf Überseemärkte. Aufgrund weitgehend stabiler Rohstoffpreise konnten die Kartonpreise in Europa gehalten werden. Der durchschnittliche Verkaufspreis ist jedoch infolge des gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunkenen Preisniveaus auf den Überseemärkten spürbar zurückgegangen. Die Umsatzerlöse konnten daher trotz erhöhter Absatzmenge nur um 6,8 % von 177,5 Mio. EUR auf 189,5 Mio. EUR gesteigert werden.

Das betriebliche Ergebnis lag mit 25,4 Mio. EUR insbesondere infolge der niedrigen Ergiebigkeit des Überseegeschäftes unter dem Rekordwert des Vorjahres (29,3 Mio. EUR). Die Operating Margin belief sich auf 13,4 % nach 16,5 % im Vergleichzeitraum des Vorjahres.

Positive Ergebnisentwicklung in Packagingdivision

Infolge guter Nachfrage aus West- und Osteuropa verzeichnete die Packagingdivision im ersten Quartal 2002 eine anhaltend positive Geschäftsentwicklung.

Die verarbeitete Tonnage der ersten drei Monate 2002 lag mit 88.000 Tonnen knapp über dem Vorjahreswert (Q1 2001: 87.000 Tonnen). Durch die Integration des deutschen Werkes Schilling konnte somit der Rückgang des Geschäftsvolumens infolge eines Unternehmensverkäufe im Vorjahr mehr als kompensiert wurden.

Die Umsatzerlöse stiegen um 3,1 % von 127,0 Mio. EUR auf 130,9 Mio. EUR. Beim betrieblichen Ergebnis gelang eine Verbesserung um 19,7 % auf 9,1 Mio. EUR, die vor allem auf den gestiegenen Absatz im Hochqualitätssegment und die laufenden Optimierungen zurückgeführt werden kann. Die Operating Margin erreichte damit 7,0 % (Q1 2001: 6,0%).

AUSBLICK

Infolge guter Nachfrage aus Europa und Übersee ist sowohl in der Karton- als auch in der Packagingdivision im 2. Quartal 2002 mit anhaltend guter Auslastung zu rechnen. Der Auftragsstand der Kartondivision belief sich Anfang Mai auf rund 120.000 Tonnen und lag damit deutlich über dem Durchschnitt des 1. Quartals 2002 (rund 80.000 Tonnen).

Die Altpapierpreise befinden sich aufgrund von Bedarfs- und Nachfragezuwächsen in Europa sowie erhöhter Exporte nach Asien seit Anfang April 2002 stark im steigen. Ein Ende dieses Aufwärtstrends scheint noch nicht absehbar. Um die bisherigen Kostenerhöhungen aufzufangen, wurde eine Kartonpreiserhöhung um 10% für alle Bestellungen ab 17. Mai 2002 notwendig und den Kunden mitgeteilt. Die Umsetzung der notwendigen Preiserhöhungen wird sowohl für die Karton- als auch die Packagingdivision die wichtigste Aufgabe der kommenden Monate darstellen.

Trotz guter Auslastungserwartung in beiden Divisionen wird aus heutiger Sicht im ersten Halbjahr 2002 infolge der niedrigen Ergiebigkeit des Überseegeschäftes und höherer Rohstoffpreise mit einem Konzernergebnis unter dem Vorjahreswert gerechnet.

Nächster Termin:
28. August 2002 Ergebnisse zum 1. Halbjahr 2002

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Mag. Stephan Werba, Investor Relations, Mayr-Melnhof Karton AG, Brahmsplatz 6, A-1041 Wien Tel.: (+43/1) 50136, Fax: (+43/1) 50136 – 1195 e-mail: investor.relations@mm-karton.com , Website: http://www.mayr-melnhof.com

13.05.2002

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