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Vorläufiges Konzernergebnis 2003
Konzernergebnis erreicht neuen Höchstwert
- Jahresüberschuss stieg ein weiters Mal in der Folge und erreichte 90 Mio. EUR
Aktuelle Marktsituation:
- Trotz guter Auslastung zu Jahresbeginn Nachhaltigkeit der Verbesserung offen; Preisdruck hält an
- Stabilität im Faltschachtelgeschäft
Vorläufiges Konzernergebnis 2003 nach US GAAP:
konsolidiert in Mio. EUR 2003 2002 +/-
Umsatzerlöse 1.320 1.265,7 +4,3%
Betriebliches Ergebnis 136 135,7 +0,2%
in % Umsatzerlöse 10,3% 10,7%
Jahresüberschuss 90 83,3 +8,0%
in % Umsatzerlöse 6,8% 6,6%
Cash Earnings 169 174,7 -3,3%
in % Umsatzerlöse 12,8% 13,8%
Unter schwachen konjunkturellen Rahmenbedingungen konnte der Mayr-Melnhof Konzern das Jahr 2003 mit einem weiteren Rekordergebnis in der Folge abschließen. Der Jahresüberschuss stieg nach vorläufiger Rechnung um 8 % auf 90 Mio. EUR (2002: 83,3 Mio. EUR). Kostensenkungen hatten absolute Priorität.
Strategiekonform wurde die Kartonproduktion ab dem zweiten Quartal durch vermehrte Maschinenstillstände der Auftragsentwicklung angepasst, um das Preisgefüge im Hauptabsatzgebiet Europa weitgehend zu halten. Der außereuropäische Kartonabsatz verzeichnete infolge des Irakkriegs, Sars und steigenden Mengendrucks im Vorfeld der neuen Kapazitäten in China einen spürbaren Mengen- und Preisrückgang.
Das Faltschachtelgeschäft verlief weitgehend stabil und profitierte von der Spezialisierung der einzelnen Standorte und von der erfolgreichen Entwicklung der Graphia Akquisition.
Der Konzernumsatz erhöhte sich um 4,3 % auf 1.320 Mio. EUR (2002: 1.265,7 Mio. EUR). Mit 136 Mio. EUR lag das betriebliche Ergebnis knapp über dem Vorjahr (2002: 135,7 Mio. EUR). Die Verbesserungen resultierten im Wesentlichen aus der erstmals ganzjährigen Konsolidierung der Akquisitionen des Vorjahres. Die Operating Margin lag bei 10,3 % (2002: 10,7 %). Der effektive Konzernsteuersatz sank infolge von Optimierungen der Gesellschaftsstruktur innerhalb des Konzerns und Nutzung von Verlustvorträgen von rund 37 % auf rund 30 %.
Aufgrund der notwendigen Produktionsanpassungen im Kartonbereich waren die im Vergleich zum Vorjahr angestiegenen Kapazitäten von MM-Karton im Jahr 2003 nur zu rund 87 % (2002: 93 %) ausgelastet. Die Kartonproduktion lag bei 1,43 Mio. Tonnen (2002: 1,44 Mio. Tonnen). Dem kurzfristigen Dispositionsverhalten der Kunden entsprechend, belief sich der durchschnittliche Auftragsstand von MM-Karton auf rund 46.000 Tonnen nach 78.000 Tonnen im Vorjahr. Die verarbeitete Tonnage von MM-Packaging betrug rund 314.000 Tonnen (2002: 324.000 Tonnen), jene von MM-Graphia rund 91.000 Tonnen (2002: 59.000 Tonnen, da die Graphia Akquisition erst ab dem 2. Halbjahr inkludiert war).
Entwicklung im 4. Quartal
Analog zu den Vorjahren war das vierte Quartal auch 2003 insbesondere durch saisonal reduzierte Nachfrage gekennzeichnet. Bei konsolidierten Umsatzerlösen in Höhe von 312 Mio. EUR (4. Quartal 2002: 325,3 Mio. EUR) erzielte der Mayr-Melnhof Konzern ein betriebliches Ergebnis von 31 Mio. EUR (4. Quartal 2002: 30,5 Mio. EUR). Die Veränderung gegenüber dem betrieblichen Ergebnis im dritten Quartal (34,8 Mio. EUR) resultierte vor allem aus der niedrigeren Auslastung im Bereich Karton. Die Kapazitäten von MM-Karton waren nach 91 % im dritten Quartal im vierten Quartal nur zu rund 82 % ausgelastet (2002: 3. Quartal: 94 %; 4. Quartal: 83 %). Der Periodenüberschuss belief sich auf 25 Mio. EUR (4. Quartal 2002: 17,1 Mio. EUR).
Aktuelle Marktentwicklung
Die seit Jahresbeginn allgemein gute Auslastung könnte erst nach Andauern im zweiten Quartal eine nachhaltige Belebung der Nachfrage bestätigen. Dann kann sich auch der nach wie vor herrschende Preisdruck in der europäischen Karton- und Faltschachtelindustrie verringern. Die Situation auf den außereuropäischen Kartonmärkten bleibt äußerst wettbewerbsintensiv. Programme zur Steigerung der Kosteneffizienz werden daher auch 2004 einen wesentlichen Schwerpunkt im Mayr-Melnhof Konzern bilden.
Die Recyclingpapiermärkte reflektieren den positiven Nachfragetrend bereits, da punktuelle Preisnachlässe wie im Vorjahr nicht mehr gewährt werden.
Die aktuelle Prognoseunsicherheit macht eine Einschätzung für das laufende Jahr frühestens im zweiten Quartal möglich. Akquisitionspläne werden in allen drei Segmenten verfolgt.
