Aktienkurs EUR 72,49 17:33 GMT 22.05.2012

Newsdetails

Konzerergebnis 2005


· Konzernergebnis 2005 wie erwartet unter Rekordwert im Vorjahr
· Dividende steigt weiter von 2,40 EUR auf 2,60 EUR je Aktie
 
Ausblick

· Gute Kapazitätsauslastung bei MM Karton und MM Packaging seit Jahresbeginn
 
Ein hohes Maß an Stabilität kennzeichnete die Entwicklung des Mayr-Melnhof Konzerns auch im Jahr 2005. Dies gelang trotz anhaltend stagnierender Konsumnachfrage in den westeuropäischen Hauptmärkten und damit einhergehender Verschärfung des Wettbewerbs sowie massiver Preisanstiege bei Energie und den rohölpreisabhängigen Inputfaktoren. Erfreulichen Rekordergebnissen in der Kartonverarbeitung stand ein deutlicher Rückgang des Ergebnisbeitrags der Kartonproduktion gegenüber.

KONZERNKENNZAHLEN - IFRS
konsolidiert, in Mio. EUR                                 2005                    2004                +/-
Umsatzerlöse                                              1.455,2                  1.422,2         +2,3%
Betriebliches Ergebnis                                     140,7                    149,9          -6,1%
Operating Margin %                                           9,7%                   10,5%
Ergebnis vor Steuern                                      145,4                    149,4          -2,7%
Steuern v. Einkommen u. Ertrag                      (50,6)                    (42,8)
Jahresüberschuss                                            94,8                     106,6         -11,1%
in % Umsatzerlöse                                            6,5%                      7,5%
Gewinn je Aktie (in EUR)                                   8,39                       9,43
Cash Earnings                                              183,0                      197,1          -7,2%
in % Umsatzerlöse                                         12,6%                     13,9%
Mitarbeiter                                                 7.296                     7.580

Der Mayr-Melnhof Konzern präsentiert heute bei einer Pressekonferenz in Wien wie erwartet ein Konzernergebnis für 2005 unter dem Rekordwert im Vorjahr. Die Umsatzerlöse des Konzerns stiegen um 33,0 Mio. EUR bzw. 2,3 % auf 1.455,2 Mio. EUR (2004: 1.422,2 Mio. EUR). Ein deutlicher Umsatzzuwachs in der Kartonverarbeitung konnte einen leichten Rückgang der Kartonerzeugung mehr als kompensieren. Regional betrachtet verzeichnete Osteuropa weiteres Umsatzwachstum, während das außereuropäische Geschäft zurückging und Westeuropa stabil blieb.

Das betriebliche Ergebnis belief sich auf 140,7 Mio. EUR (2004: 149,9 Mio. EUR) und lag
damit um 6,1 % bzw. 9,2 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert. Dieser Rückgang resultierte aus der Kartonerzeugung. Höhere rohölpreisabhängige Kosten und geringere Auslastung zur Preisstabilisierung sind als Begründung anzuführen.

Die Operating Margin des Konzerns betrug 2005 demnach 9,7 % (2004: 10,5 %). Der Return on Capital Employed erreichte 19,5 % (2004: 22,0 %). Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 145,4 Mio. EUR nach 149,4 Mio. EUR im Vorjahr. Der Rückgang bemisst sich mit 2,7 %.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag erhöhten sich von 42,8 Mio. EUR auf 50,6 Mio.
EUR. Der effektive Konzernsteuersatz stieg von 28,6 % auf 34,8 %, insbesondere da die Quote im Vorjahr wegen einmaliger latenter Steuererträge infolge der Reduktion des österreichischen Körperschaftsteuersatzes und nach steuerlichen Optimierungen im Konzern atypisch niedrig ausfiel.

Das Geschäftsjahr 2005 wurde mit einem Jahresüberschuss von 94,8 Mio. EUR nach 106,6 Mio. EUR im Vorjahr abgeschlossen. Im Einklang mit der Dividendenpolitik, langfristig ein Drittel des Jahresüberschusses auszuschütten, wird der Vorstand der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende von 2,40 EUR (exkl. Jubiläumsbonus) in 2004 auf 2,60 EUR je Aktie für 2005 vorschlagen.

Konzernbilanz


Das Gesamtvermögen des Konzerns stieg gegenüber dem Vorjahr um 67,0 Mio. EUR auf 1.346,4 Mio. EUR. Das Eigenkapital erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund des Jahresüberschusses abzüglich der Dividende um 53,7 Mio. EUR auf 769,7 Mio. EUR (2004: 716,0 Mio. EUR). Hieraus errechnet sich eine Eigenkapitalquote von 57,2 % (2004: 56,0 %).

Die Eigenkapitalrentabilität lag bei 12,8 % (2004: 15,8 %).
Die Erhöhung der kurzfristigen Vermögensgegenstände von 597,0 Mio. EUR auf 663,6 Mio. EUR ist vor allem auf den Anstieg der liquiden Mittel und den betriebsbedingten Aufbau von Working Capital zurückzuführen.

Die Finanzverbindlichkeiten sind größtenteils langfristig und beliefen sich auf 186,2 Mio. EUR (31.12.2004: 180,4 Mio. EUR).

Die verfügbaren Mittel des Konzerns, die sich aus den Zahlungsmitteln sowie marktgängigen Wertpapieren zusammensetzen, erhöhten sich von 302,2 Mio. EUR auf 338,1 Mio. EUR. Somit weist der Konzern weiterhin keine Nettoverschuldung auf. Die verfügbaren Mittel überstiegen die verzinslichen Verbindlichkeiten um 151,9 Mio. EUR (31.12.2004: 121,8 Mio.EUR).

Konzern Cash Flows


Der Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit belief sich auf 158,4 Mio. EUR nach 205,5 Mio.
EUR im Jahr 2004. Diese Differenz ist vor allem auf den Working Capital Aufbau im Zusammenhang mit der Wiederaufnahme der Produktion nach dem Brand im Kartonwerk Eerbeek und die im Vorjahr gekauften Faltschachtelunternehmen zurückzuführen.
Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit lag mit -82,8 Mio. EUR aufgrund des Wegfalls der Auszahlungen für Akquisitionen (2004: -36,6 Mio. EUR) deutlich unter dem
Vorjahreswert (2004: -127,3 Mio. EUR).

Die Nettoauszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte gingen von -97,8 Mio. EUR auf -85,0 Mio. EUR zurück. Die Investitionsschwerpunkte lagen in der Errichtung neuer Fabriken und technischer Modernisierung.

Die Investitionsausgaben von MM Karton betrugen 35,5 Mio. EUR (2004: 58,8 Mio. EUR).
Größere Projekte betrafen die Erneuerung der Abwasserkläranlage am Standort Deisswil sowie technische Optimierungen an den Standorten Eerbeek und Baiersbronn.
Die Ausgaben für Investitionen von MM Packaging in Höhe von 53,9 Mio. EUR (2004: 41,1 Mio. EUR) konzentrierten sich auf die Neubauten in Alzira (Spanien), Cherkassy (Ukraine) und Trier (Deutschland) sowie Zukäufe von Hochleistungstechnologie.

Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit erhöhte sich von -17,9 Mio. EUR auf -40,6
Mio. EUR. Diese Zunahme resultierte vor allem aus der Zahlung der Jubiläums-
Bonusdividende.


AUSBLICK


Bei unveränderter Wettbewerbssituation entwickelt sich die Nachfrage auf den europäischen Karton- und Faltschachtelmärkten in den ersten Wochen des Jahres durchwegs solide. Sowohl MM Karton als auch MM Packaging verzeichnen seit Jahresbeginn eine hohe Auslastung der Kapazitäten. Dies kann jedoch noch nicht als Nachfrageaufschwung gedeutet werden.
Infolge der hohen Belastung des laufenden Ergebnisses von MM Karton durch den massiven Energiekostenanstieg wird die bereits im Vorjahr angekündigte Kartonpreiserhöhung nun sukzessive im Markt umgesetzt. Indikationen zu effektiver Höhe und Ausmaß der Kostenkompensation werden mit dem Ergebnis zum ersten Quartal 2006 vorliegen. Positiv bleibt die Feststellung, dass sich der Auftragseingang auch während der Implementierung der Kartonpreiserhöhung auf gutem Niveau hält. Außerhalb Europas scheinen sich die Kartonpreise stabilisiert zu haben.

Die Maschine im bulgarischen Kartonwerk Nikopol wurde zur Entschärfung des Mengendrucks temporär, voraussichtlich bis Jahresmitte 2006, angehalten.
In der Kartonverarbeitung hat die Weitergabe der Kartonpreiserhöhung an die Endkunden höchste Priorität. Produktivitätssteigerungen werden mit Nachdruck weiterverfolgt.
Auf den Altpapiermärkten ist infolge des stabilen Nachfragetrends aus heutiger Sicht bis auf weiteres mit keinen signifikanten Preisänderungen zu rechnen. Die Kosten für Energie und rohölpreisabhängige Inputfaktoren bleiben unverändert auf Höchstniveau.
Akquisitionsprojekte werden sowohl in der Kartonproduktion als auch in der Kartonverarbeitung verfolgt. Der regionale Schwerpunkt liegt in Europa und den angrenzenden Regionen.

Infolge der unsicheren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung kann zum gegenwärtigen
Zeitpunkt noch keine Ergebniseinschätzung für 2006 abgegeben werden.


ENTWICKLUNG IM 4. QUARTAL 2005


Wie in den vergangenen Jahren war auch in 2005 das vierte Quartal durch saisonal niedrige Nachfrage und Auslastung gekennzeichnet.
Die konsolidierten Umsatzerlöse des Mayr-Melnhof Konzerns beliefen sich auf 364,0 Mio.
EUR (4. Quartal 2004: 348,5 Mio. EUR). Dabei wurde ein betriebliches Ergebnis in Höhe von 33,8 Mio. EUR (4. Quartal 2004: 31,8 Mio. EUR) erzielt. Der Rückgang gegenüber dem dritten Quartal (36,3 Mio. EUR) resultierte insbesondere aus Aufwendungen im Zusammenhang mit den neuen Tiefdruckstandorten und der Einstellung der Produktion am Standort MM Packaging Hungaria. Mit 91 % verzeichnete MM Karton im vierten Quartal 2005 eine gleich hohe Kapazitätsauslastung wie im dritten Quartal (2004: viertes Quartal: 88 %; drittes Quartal: 97 %).

ENTWICKLUNG IN DEN DIVISIONEN

Divisionsübersicht: MM KARTON

Bei anhaltend unveränderter Kartonnachfrage in Westeuropa und reduzierten Absatzmöglichkeiten infolge des massiven Kapazitätsausbaus in Fernost hat der Mengen und Preisdruck auf den Kartonmärkten im Jahresverlauf deutlich zugenommen. Mit erfreulichen Absatzsteigerungen in Osteuropa gelang es MM Karton jedoch, ein Verkaufsvolumen zu erzielen, das nur knapp unter dem Vorjahresniveau liegt. Das Bestell- und Abnahmeverhalten der Kunden zeigte nach wie vor ausgeprägte Kurzfristigkeit, wodurch der durchschnittliche Auftragsstand der Division mit rund 55.000 Tonnen (2004: 72.000 Tonnen) deutlich unter dem Vorjahr blieb.

Unter diesen verschärften Rahmenbedingungen wurde weiterhin höchst mögliche Preisstabilität durch konsequente Mengendisziplin verfolgt. Die durchschnittlichen Verkaufspreise konnten damit erfolgreich nahe am Niveau des Vorjahres gehalten werden.
Als Folge ist die Auslastung von MM Karton von 95 % auf 92 % zurückgegangen, wobei ein Teil dieses Rückgangs aus dem Anlaufbetrieb der modernisierten Kartonmaschine in
Eerbeek und Umbauten in Nikopol resultierte.

Die Preisentwicklung für den Hauptrohstoff Altpapier verlief entsprechend der europaweit moderaten Nachfrage weitgehend unverändert und stabil. Sämtliche rohölpreisabhängige Inputfaktoren unterlagen das ganze Jahr 2005 über einem anhaltend signifikanten Preisanstieg. Daher wurde im vierten Quartal 2005 eine Preiserhöhung für Jahresbeginn 2006 angekündigt.
Sowohl die Produktions- als auch die Versandmenge änderten sich mit rund 1,53 Mio. Tonnen bzw. 1,51 Mio. Tonnen lediglich geringfügig um +0,8 % bzw. -0,6 % zum Vorjahr.
Gleich zur Mengenentwicklung lagen auch die Umsatzerlöse mit 767,2 Mio. EUR nur knapp unter dem Vorjahreswert (777,9 Mio. EUR; -1,4 %). Rund 72 % der Umsatzerlöse entfielen auf Westeuropa, 16 % auf Osteuropa und 12 % auf das außereuropäische Geschäft (2004:71 %, 14 %, 15 %). MM Karton beliefert mehr als 1.000 Kunden, zumeist mittelständische Verarbeitungsbetriebe. Mit einem Lieferanteil von rund 15 % am Gesamtabsatz bzw. 220.000 Tonnen ist MM Packaging größter Kunde von MM Karton.

Das betriebliche Ergebnis reduzierte sich insbesondere aufgrund höherer Inputkosten und der niedrigeren Auslastung von 79,8 Mio. EUR auf 61,8 Mio. EUR (-22,6 %). Die Operating Margin belief sich damit auf 8,1 % (2004: 10,3 %). Der Return on Capital Employed reduzierte sich auf 12,5 % (2004: 17,0 %)

Divisionsübersicht: MM PACKAGING

Ausbleibendes Marktwachstum und Überkapazitäten bestimmten auch im Jahr 2005 die
äußerst wettbewerbsintensiven Rahmenbedingungen auf dem europäischen Faltschachtelmarkt. Durch die gleichzeitige Verbindung von Produktivitätssteigerung und
erhöhter Marktdurchdringung gelang es MM Packaging, trotz scharfen Mitbewerbs 2005 mit einem deutlichen Ergebnisanstieg abzuschließen und die führende Marktposition weiter auszubauen. Sowohl die Akquisitionen des Vorjahres als auch erfolgreiche Neugeschäfte lieferten erfreuliche Wachstumsbeiträge.

Effizienzsteigerungen und Rationalisierungen prägten das laufende Geschäft. In diesem
Zusammenhang wurde die Konzentration des Geschäftes auf Hochleistungsbetriebe fortgesetzt und die Produktion an vier kleineren Standorten in Deutschland, Frankreich,
Rumänien und Ungarn eingestellt.

Auf den Beschaffungsmärkten bot der intensive Wettbewerb unter den Kartonherstellern
weiterhin Chancen. Die Preise für Transporte und rohölpreisabhängige Inputfaktoren sind aber drastisch gestiegen.
Die verarbeitete Tonnage lag mit 505.000 Tonnen (2004: 470.000 Tonnen) um 7,4 % über dem Vorjahr. Die Umsatzerlöse stiegen um 6,1 % oder 46,1 Mio. EUR auf 802,2 Mio. EUR.
Rund die Hälfte dieses Zuwachses resultierte aus den Akquisitionen des Vorjahres. Auf den Hauptabsatzmarkt Westeuropa entfielen rund 75 % der Umsatzerlöse, auf Osteuropa rund 25 % (2004: 76 % WE; 23 % OE; 1 % Sonstige). MM Packaging verfügt über eine breite Kundenbasis von über 1.000 Abnehmern. Mehr als die Hälfte des Geschäftes wird mit multinationalen Konsumgüterproduzenten erzielt, wobei auf die größten fünf Kunden rund 45 % der Umsatzerlöse entfallen. Die umsatzstärksten Segmente sind Lebensmittel-, Zigaretten- und Waschmittelverpackung.

Beim betrieblichen Ergebnis gelang eine Verbesserung um 12,6 % auf 78,9 Mio. EUR. Die Operating Margin erreichte somit 9,8 % nach 9,3 % im Vorjahr. Der Return on Capital Employed belief sich auf 32,9 % (2004: 33,1 %).
Im Rahmen der Expansion im Zigarettenverpackungsgeschäft werden in den ersten Monaten 2006 drei neue Tiefdruckmaschinen an den Standorten Cherkassy (Ukraine), in Izmir (Türkei) und Trier (Deutschland) in Betrieb genommen.

Der Geschäftsbericht 2005 ist ab 6. April 2006 verfügbar.

Nächster Termin:
15. Mai 2006 Ergebnisse zum 1. Quartal 2006


Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Mag. Stephan Sweerts-Sporck, Investor Relations, Mayr-Melnhof Karton AG, Brahmsplatz 6, A-1041 WienTel.: (+43/1) 50136 – 1180, Fax: (+43/1) 50136 – 1195
e-mail: investor.relations@mm-karton.com, Website: http://www.mayr-melnhof.com

14.03.2006

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