Aktienkurs EUR 72,49 17:33 GMT 22.05.2012

Newsdetails

Ergebnisse zum 1. Quartal 2006

• Guter Start in neues Geschäftsjahr 
• Hohe Auslastung in beiden Divisionen 
• Erfreulicher Ergebnisanstieg bei MM Packaging 
• Anhaltender Kostendruck erfordert weiteren Preiserhöhungsschritt bei MM Karton 


Kennzahlen der Mayr-Melnhof Gruppe
alle nach IFRS, ungeprüft,konsolidiert in Mio. EUR
 
                                                         Q1/2006                   Q1/2005                +/-Umsatzerlöse                                         377,0                      357,1               +5,6%
Betriebliches Ergebnis                              40,1                        36,4              +10,2%
Operating Margin                                     10,6%                     10,2%
Ergebnis vor Steuern                               40,4                        37,4                +8,0%Steuern vom Einkommen und Ertrag        (13,0)                      (12,1)
Periodenüberschuss                                 27,4                         25,3               +8,3%
in % Umsatzerlöse                                    7,3%                        7,1%
 


Der Mayr-Melnhof Konzern konnte das 1. Quartal 2006 mit einem Periodenüberschuss von 27,4 Mio. EUR abschließen. Das entspricht einem Anstieg von 8,3 % gegenüber dem Vorjahreswert (Q1 2005: 25,3 Mio. EUR). Sowohl MM Karton als auch MM Packaging verzeichneten eine erfreuliche Absatzentwicklung, wodurch die Kapazitäten in beiden Segmenten zu einem hohen Grad ausgelastet waren.

Während MM Packaging insbesondere durch Produktivitätssteigerungen einen signifikanten Ergebniszuwachs erzielte, vollzieht sich die Margenerholung in der Kartonerzeugung trotz sukzessiver Preisverbesserungen infolge anhaltend hoher Inputkosten und des temporären Stillstands im bulgarischen Kartonwerk Nikopol hingegen schrittweise.

Anzeichen einer temporären konjunkturellen Verbesserung in Westeuropa, vor allem in Deutschland, hatten in den ersten drei Monaten 2006 noch keinen nennenswerten Einfluss auf den Privatkonsum und damit auf den Verpackungsbedarf. Nachhaltig robuste Karton- und Faltschachtelnachfrage verzeichneten weiterhin die Volkswirtschaften in Zentral- und Osteuropa. 

Im Zuge des unveränderten Nachfragetrends waren die Altpapiermärkte während des ersten Quartals 2006 durch weitgehend stabile Preise geprägt. Demgegenüber verzeichnete der Rohölpreis abermals einen signifikanten Anstieg mit entsprechenden Folgewirkungen auf die davon abhängigen Inputfaktoren.

Die Umsatzerlöse des Mayr-Melnhof Konzerns beliefen sich im ersten Quartal 2006 auf 377,0 Mio. EUR und lagen damit um 19,9 Mio. EUR bzw. 5,6 % über dem Vergleichswert des Vorjahres. Dieser Anstieg resultiert vor allem aus dem Kartonbereich, der nach den investitionsbedingten Stillständen im ersten Quartal des Vorjahres wieder eine deutlich höhere Absatzleistung verzeichnete.

Beim betrieblichen Ergebnis gelang eine Verbesserung um 10,2 % auf 40,1 Mio. EUR, wobei dieser Zuwachs insbesondere auf den deutlichen Ergebnisanstieg in der Kartonverarbeitung zurückgeführt werden kann. Die Operating Margin des Konzerns erreichte somit 10,6 % (Q1 2005: 10,2 %).

Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 40,4 Mio. EUR nach 37,4 Mio. EUR (+8,0 %).Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betrugen 13,0 Mio. EUR (Q1 2005: 12,1 Mio. EUR), woraus sich der effektive Konzernsteuersatz mit 32,2 % (Q1 2005: 32,4 %) errechnet.

Der einfache Gewinn je Aktie stieg auf 2,44 EUR (Q1 2005: 2,23 EUR).

 


DIVISIONEN


MM KARTON

Bei unverändert starkem Wettbewerb entwickelte sich die Nachfrage auf den Kartonmärkten im ersten Quartal 2006 durchwegs solide. Sowohl in West- als auch in Osteuropa gelangen MM Karton erfreuliche Mengenzuwächse. Auf den stark umkämpften außereuropäischen Märkten konnten die Volumina verteidigt werden. In der Folge lag der Kartonabsatz mit 388.000 Tonnen um 7,2 % über dem Vorjahreswert, der aufgrund von Investitionen in den Werken Eerbeek und Nikopol temporär niedriger ausfiel (Q1 2005: 362.000 Tonnen). Rund 80 % des Absatzvolumens wurden in Europa und 20 % auf den außereuropäischen Märkten abgesetzt (Q1 2005: 78 %; 22 %). Der durchschnittliche Auftragsstand erreichte 82.000 Tonnen nach rund 70.000 Tonnen im ersten Quartal 2005.

Die produzierte Menge belief sich auf 388.000 Tonnen (Q1 2005: 373.000 Tonnen), womit die verfügbaren Kapazitäten zu rund 94 % (Q1 2005: 93 %) ausgelastet waren.

Hauptaugenmerk lag seit Jahresbeginn auf der sukzessiven Umsetzung der bereits Ende des Vorjahres infolge des massiven Energiekostenanstiegs angekündigten Preiserhöhung. Die Entscheidung, die Maschine im bulgarischen Nikopol zur Marktstabilisierung temporär anzuhalten, erwies sich in diesem Zusammenhang als richtig.

Die Entwicklung im ersten Quartal 2006 zeigt, dass die Durchschnittspreise, sowohl gegenüber dem ersten als auch dem vierten Quartal 2005 bereits deutlich angehoben werden konnten.

Der Umsatzanstieg um 10,0 % von 185,5 Mio. EUR auf 204,0 Mio. EUR resultierte somit sowohl aus der höheren Absatzmenge als auch besseren Preisen. Das betriebliche Ergebnis erhöhte sich von 16,9 Mio. EUR auf 17,1 Mio. EUR. Die Operating Margin betrug 8,4 % (Q1 2005: 9,1 %).

MM PACKAGING

Die Faltschachtelnachfrage blieb über den Jahreswechsel hinaus erfreulich stabil und entwickelt sich auch im ersten Quartal 2006 positiv. Überkapazitäten und der breite Einsatz von Tenderverfahren im Verpackungseinkauf hielten die Preise aber permanent unter Druck.

Vor diesem Hintergrund gelang es MM Packaging im ersten Quartal 2006, die Ertragsstärke im Zuge weiterer Produktivitätssteigerungen nochmals deutlich zu erhöhen. 

Bei nahezu unveränderten Umsatzerlösen in Höhe von 201,3 Mio. EUR (Q1 2005: 200,8 Mio. EUR) konnte ein betriebliches Ergebnis von 23,0 Mio. EUR erreicht werden. Das entspricht einem Anstieg um 17,9 % gegenüber dem Vorjahreswert von 19,5 Mio. EUR. Die Operating Margin belief sich somit auf 11,4 % nach 9,7 % im ersten Quartal 2005.

Die verarbeitete Tonnage erhöhte sich um 4,0 % auf 130.000 Tonnen (Q1 2005: 125.000 Tonnen).


AUSBLICK

Unter den gegenwärtig freundlicheren konjunkturellen Rahmenbedingungen in Europa entwickelt sich die Nachfrage nach Karton und Faltschachteln weiterhin robust. Dementsprechend wird in beiden Divisionen für das zweite Quartal mit einer Auslastung auf ähnlichem Niveau wie im ersten Quartal 2006 gerechnet. 

Aufgrund des weiteren Anstiegs bei sämtlichen rohölpreisabhängigen Kosten wurde den Kartonkunden vor wenigen Tagen ein neuerlicher Preiserhöhungsschritt mit Beginn der Sommermonate angekündigt. Bei nachhaltiger Verfestigung der Konjunkturerholung müssen in den kommenden Monaten auch die Faserstoffpreise im Auge behalten werden.

Bei MM Packaging wird die Weitergabe der Kartonpreiserhöhung mit höchster Priorität verfolgt. Ab dem zweiten Quartal werden verstärkt Aufwendungen im Zusammenhang mit der Produktionsaufnahme an den drei neu gebauten Tiefdruckstandorten in Trier, Izmir und Cherkassy anfallen.

Akquisitionsprojekte werden sowohl in der Kartonproduktion als auch in der Kartonverarbeitung verfolgt.

Den detaillierten Quartalsbericht zum 1. Quartal 2006 finden Sie auf unserer Website unter www.mayr-melnhof.com.

Nächster Termin:
17. August 2006: Ergebnisse zum 1. Halbjahr 2006
 
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Mag. Stephan Sweerts-Sporck, Investor Relations, Mayr-Melnhof Karton AG, Tel.: (+43/1) 50136, Fax: (+43/1) 50136 – 1195  Brahmsplatz 6, A-1041 Wien, e-mail: investor.relations@mm-karton.com, Website: http://www.mayr-melnhof.com


15.05.2006

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